Warlords of Afghanistan click here to buy postcards
Kabul in civil war. Dostum Masud Hekmatyar warlords fighting.
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Warlords
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Die Neuen Khans

Afghanistans König wurde 1933 inthronisiert und regierte 40 Jahre lang. Trotz Jahrzehnten von periodischen Versuchen die Regierung zu modernisieren, blieb sie schwach und rückständig. Frühe Parlamente mussten mit Stacheldraht geschnürt werden, damit die Abgeordneten des Parlaments nicht ihre Stammesfeinde abstechen konnten. Während dieser Zeit enstanden in der Kabuler Universität zwei Arten politischen Aktivismus. Kommunisten planten das Landvolk und die Frauen von der Unterdrückung durch die Khans und Mullahs zu befreien und die Islamisten wollten aus Afghanistan eine Gesellschaft mit göttlichen Tugenden machen. Als der König 1973 Italien besuchte, sagte ihm sein Premier, Daud Khan, dass er nicht zurückkehren könne. Daud gründete die Republik Afghanistan, welche einem Militärcoup kommunistischer Offiziere 1978 zum Opfer fiel. Die Islamisten revoltierten und zogen sich auf die Hügel zurück und Jahrzehnte von Bürgerkriegen begannen.

Etablierte Institutionen wurden durch den Bürgerkrieg beschädigt. Macht geriet in die Hände von Anführern von Kriegsbanden, genannt Warlords. Ohne die traditionellen Kontrollen, welche die Autorität der Khans mässigte, missbrauchten die Warlords sehr oft ihre Macht. Kriegsbanden waren Schuld an Folter, Vergwaltigung, Mord und Diebstahl. Warlords wurden bekannt für islamische Frömmigkeit, Patriotismus, Grosszügigkeit, Mut im Kampf und fürchterliche Grausamkeiten mit theatralischem Gespür. Sie übertrieben die Grösse ihrer Kriegsbanden, logen über ihre Heldentaten und verleumdeten ihre Gegner schamlos. Aber sie boten Schutz für die Menschen ihrer Ethnie oder ihres Stammes und hatte echte Unterstützung von Teilen der Bevölkerung.

Nachdem der Bürgerkrieg beendet ist, müssen Warlords und ihre Männer entwaffnet und in das friedliche Leben integriert werden. Der Westen, besonders idealistische NGOs (non-governmental organisations), legen grossen Wert auf Gerechtigkeit. Aber in Bürgerkriegen verüben beide Seiten Gräueltaten, daher sehen die Verlierer die Verfolgung dieser Taten als Scheinheiligkeit. Erfahrene Guerillakämpfer, die von einer symphatisierenden Öffentlichkeit gedeckt werden können Fluch vor Festnahme ziehen. Jesse und Frank James umgingen ihrer Festnahme bis 17 Jahre nach dem Ende unseres Bürgerkrieges. Gegenwärtig streifen Talibanführer in ihren Heimatprovinzen umher. Ein Kriegsverbrechertribunal in Kabul könnte die Hügel mit Banditen füllen.

Die Sowjets versuchten Kommunismus Afghanistan aufzuzwingen und scheiterten. Pakistan drückte eine rückständige Theokratie durch, die den meisten Afghanen genausowenig gefiel. Aufgezwungene Demokratie könnte einfacher aufgenommen werden, aber man sollte lieber die Luft anhalten. Afghanistan ist wieder ein instabiles feudales System und das ist den meisten Afghanen bekannt und akzeptabel. The Warlords sind die neue Aristokratie. Wenn wir Provinzwahlen abhalten und wollen, dass die Warlords den Gewinnern der Wahlen den Vortritt lassen, könnten wir uns auf eine unangenehme Überraschung gefasst machen.